Ab in die Schublade!

Fellnasen und Co. -trotz Allergien und Immundefekt ?!

Stephan

Fellnasen und Co. -trotz Allergien und Immundefekt ?!

Von Zoonosen, Vorsichtsmaßnahmen und tierischer Freundschaft

Liebe Leser, liebe Patienten und Angehörige,

bei kaum einem Thema gehen die Meinungen so weit auseinander wie bei der Tierhaltung, wenn man von Allergien geplagt ist oder unter Immunsupression steht. Dabei ist bei Letzterem egal, ob das Immunsystem primär, sekundär oder iatrogen beeinträchtigt ist. Es gibt kaum ein Kind, welches nicht den Wunsch nach einem tierischen Lebensbegleiter hegt und auch so manchem erwachsenen Patienten bringen Fellnasen mehr Lebensfreude und den Antrieb etwas tun zu müssen, wo man sonst eher liegen geblieben wäre. Ich möchte euch von meinen eigenen Erfahrungen berichten und aufzeigen, dass eine Tierhaltung trotz der oben genannten Schwierigkeiten möglich ist. Worauf man achten sollte und was vor der Anschaffung eines Haustieren zu bedenken ist, darum soll es heute gehen.

Ich bin mit Tieren groß geworden und hatte schon so manchen tierischen Mitbewohner.
Schildkröten, Fische, Wassermolche, Meerschweinchen, Farbmäuse, Farbratten, dschungarische und Roborowski-Zwerghamster, Teddyhamster, japanische Mövchen, Zebrafinken, chinesische Zwergstreifenwachteln, Nymphensittiche und Katzen.

Derzeit leben wir zusammen mit fünf Katzen, drei japanischen Mövchen, fünf Zebrafinken und bald kommen noch Pfeilgiftfrösche samt Regenwaldterrarium hinzu. Ihr seht also, irgendwie muss es ja machbar sein Tiere zu halten, selbst wenn man wie ich gegen so ziemlich alles allergisch ist.

Vor der Anschaffung – medizinische Fragen

Viele Menschen machen sich vor dem Kauf eines tierischen Mitbewohners keine Gedanken über mögliche gesundheitliche Konsequenzen. Folgende Fragen solltet ihr vorab klären:

Hat man selbst, ein Familienmitglied, Mitbewohner oder der Partner eine Feder, Schuppen oder Tierhaarallergie?

Ein Pricktest beim Hautarzt oder eine kleine Fellprobe reichen schon aus, um schnell zu wissen was Sache ist!

Hat man selbst, ein Familienmitglied, Mitbewohner oder der Partner eine Streu, Heu oder Strohallergie?

Man darf bei der Tierhaltung auf keinen Fall die Gehege-Materialien vergessen!

Hat man selbst, ein Familienmitglied, Mitbewohner oder der Partner eine Hausstaubmilben- oder Schimmelpilzallergie?

Hausstaubmilben ernähren und vermehren sich prima, wenn tierische Mitbewohner ihr Fell und Hautschuppen verlieren. Terrarien und Aquarien können auch nicht sichtbaren Schimmel verursachen!

Hat man selbst, ein Familienmitglied, Mitbewohner oder der Partner eine atopische Erkrankung wie Asthma oder Neurodermitis?

Diese Erkrankungen bringen oft Allergien mit sich und können durch Allergene verstärkt werden!

Hat man selbst, ein Familienmitglied, Mitbewohner oder der Partner einen supprimierten Immunstatus ?

Immungeschwächte Menschen müssen mit ihrem Arzt individuell abklären ob eine Tierhaltung medizinisch vertretbar ist. So müssen gerade transplantiere Patienten besonders darauf achten sich nichts einzufangen, während man einem Immundefekt Patienten nicht automatisch von einer Tierhaltung abrät.

Vor der Anschaffung – soziale Fragen

Gerade Menschen mit einer chronischen Erkrankung können schnell in Situationen geraten, bei denen entweder finanzielle oder zeitliche Probleme bezüglich der Tierhaltung entstehen können:

Wer kümmert sich um das Tier wenn man ins Krankenhaus oder zur Reha muss?

Kann man sich das Tier und dessen Haltung auch noch leisten, wenn man durch eine Erkrankung irgendwann auch berufliche und somit finanzielle Schwierigkeiten bekommt?

Ist man körperlich und geistig in der Lage dauerhaft die Verantwortung für ein Lebewesen zu übernehmen?

Wohin mit dem Tier wenn alles schief geht ?

Vor der Anschaffung – um die Ecke gedacht

Es gibt noch so ein paar Dinge an die sonst keiner denkt; zum Beispiel ob man allergisch gegen das Tierfutter oder ob ein Hundespaziergang in der Pollenzeit überhaupt möglich ist. Gibt es Allergien gegen die Reinigungsmittel, welche man für Tiergehege und dergleichen benutz? Ihr seht schon, es gibt unglaubliche viele Sachen die man vorher beachten sollte – aber die Anschaffung eines Tieres sollte sowieso immer gut überlegt sein!

Krank und schon ein Tier im Haus ?!

Was aber, wenn man erst krank wird während man bereits einen tierischen Freund hat? Also auf jeden Fall sollte die Abschaffung die letzte Option sein! Man muss da nicht nur an sich denken, sondern auch an das Gemüt der Tiere. Fische abzugeben ist da etwas leichter als eine Katze, denke ich.

Tipps!

  • Schützt euch beim Reinigen der Tiertoiletten sowie Käfige und überlasst das Wechseln von Streu am besten jemand anderes, wenn es geht.
  • Achtet auf eine regelmäßige Entwurmung auch bei Tieren ohne Freigang, da Gäste so einiges mit anschleppen können.
  • Sucht eure Fellnasen regelmäßig nach Zecken ab.
  • Lasst die Tiere nicht dahin wo ihr schlaft um Nachts den Allergenkontakt zu vermeiden.
  • Haltet euch an eine gute Hygiene im Umgang mit
    Tierfutter – erst recht bei Lebendfutter oder rohen Tierprodukten.
  • Küssen verboten! (also die Tiere)

Man kann wirklich vieles beachten und so ein weiteres Zusammenleben mit seinen tierischen Begleitern genießen. Letzen Endes muss jeder selbst wissen, welches Risiko er bereit ist einzugehen und meiner Meinung nach gibt es da kein richtig oder Falsch. Für mich gehe ich gern diese Risiken ein! Ich nehme sowieso seit dem ich denken kann Medikamente gegen allergische Reaktionen – so nehme ich sie wenigstens aus einem schöneren Grund.
Als Kind fand ich es schrecklich, als ich meine erste Katze abgeben musste nur weil ein Arzt meiner Mutter gesagt hat, es gäbe keine andere Lösung.

Tierhaarallergie – gibt es gar nicht !

Die „Tierhaarallergie“ ist in Europa sehr weit verbreitet, alleine in Deutschland reagieren ca. 10% der Bevölkerung allergisch auf Tierhaare. Diese Allergieform gehört somit zu den am meisten auftretenden Allergien in Deutschland.

Die allergische Reaktion bei der Tierhaarallergie wird allerdings nicht durch die Tierhaare, sondern sondern durch Speichel, Schweiß, und Talg, welcher an den Tierhaaren haftet ausgelöst, auch der Urin oder Kot kann Allergien auslösen. Allgemein kann man gegen jedes Tier allergisch reagieren – ganz egal ob Wildtiere oder Haustiere. Den meisten Kontakt zu allergieauslösenden Tieren haben wir natürlich in unserem persönlichen Umfeld, mit den Haustieren wie zum Beispiel Hund oder Katze. Besonders schlimm ist es für Betroffene, wenn Sie eine Tierhaarallergie gegen ein bereits seit Jahren im Haushalt lebendes Tier entwickeln und der beste Freund somit leider zu einer Beeinträchtigung der Lebensqualität führt.

Maßnahmen die das Zusammenleben mit einem Allergie Auslöser erträglicher machen

  • Entfernen der Tiere aus dem Schlafbereich
  • Häufige Reinigung von Böden und Möbeln
  • Allergiker-Staubsauger mit sogenanntem HEPA-Filter
  • Luftreiniger in Wohn- und Schlafzimmer
  • Waschen der Tiere – am besten mit einem Allergieshampoo
  • allergenundurchlässige Bettbezüge
  • Bettwäsche wöchentlich waschen
  • Wäsche- und Kleidungswechsel nach Kontakt mit dem Tier
  • Möbel mit Leder oder Kunstleder Bezug anstatt textile Polstermöbel
  • glatte Bodenbeläge wie zb. Parkett, Fliesen oder Laminat

Man muss gerade bei Kindern und Asthmatikern sehr aufpassen, dass der Kontakt zu einem Allergen keine gesundheitlichen Dramen mit sich bringt. Trotzdem denke ich, sofern vertretbar, kann man es ja erstmal versuchen.
Allergien können auch wieder verschwinden und durch bestimmte Medikamente und Behandlungen lässt sich die Reaktionsfreudigkeit der Immunabwehr bei Allergien auch oft positiv beeinflussen.

Zoonosen

Erkrankungen die von Mensch zu Tier oder von Tier zu Mensch übertragbar sind, nennt man Zoonosen. Es gibt derzeit über 200 wissenschaftlich beschriebene Krankheiten, die in beide Richtungen ansteckend sein können.
Dabei können die Erreger Viren, Bakterien und Pilze aber auch Prionen, Protozoen, Helminthen oder Arthropoden sein.
Es gibt sehr viele unterschiedliche Zoonosen, doch ich beschäftige mich heute mit denen, die in unseren Breiten vorkommen und nur bei direktem Kontakt zwischen Tier und Mensch eine Bedeutung spielen. Andere Zoonosen werden auch über Lebensmittel oder parasitär übertragen.

Jetzt aber keine Angst! Es geht quasi nur um Hintergrundwissen zur eigenen Sicherheit.

Borreliose

Borreliosen sind durch Borrelia-Bakterien verursachte und durch Zecken/Läuse übertragene Infektionskrankheiten. Zu den wichtigsten Formen gehört die Lyme-Borreliose (verursacht durch Borellia burgdorferi) sowie das Rückfallfieber (B. recurrentis, duttonii und andere Arten).

Lyme-Borreliose: Die Übertragung erfolgt über den Biss infizierter Zecken. Erregerreservoire sind vor allem Mäuse und andere Wildsäugetiere (z.B. Hirsche). Die Übertragung erfolgt 12-24 Stunden nach dem Zeckenbiss.

FSME

FSME ist eine durch einen Flavivirus verursachte Infektionskrankheit, die durch Zecken übertragen wird.

Die Übertragung erfolgt durch den Biss einer Zecke, die über eine vorherige Blutmahlzeit an einem infizierten Tier das Virus aufgenommen hat. Erregerreservoire sind vor allem Kleinsäuger (Mäuse) sowie Hirsche und Vögel. Sehr selten erfolgt eine Übertragung durch virusinfizierte Schafs- oder Ziegenmilch. Eine direkte Übertragung von Mensch zu Mensch ist bisher nicht dokumentiert worden.

Listeriose

Die Listeriose ist eine durch das Bakterium Listeria monocytogenes verursachte Infektionskrankheit. Die Übertragung erfolgt durch den Verzehr kontaminierter tierischer und pflanzlicher Lebensmittel. Die Gefahr einer Erkrankung besteht vor allem für abwehrgeschwächte Personen.

Listeria monocytogenes hat ein weites Verbreitungsgebiet und kann häufig in Tierfutter und Kot nachgewiesen werden. Zudem kommt das Bakterium bei verschiedenen Wild- und Haustieren vor, die auch daran erkranken können.

Die Übertragung kann durch die Aufnahme kontaminierter Lebensmittel, aber auch durch direkten Kontakt mit infizierten Tieren oder kontaminiertem Erdboden erfolgen. Vor allem Lebensmittel tierischer Herkunft wie Fleisch, Fisch oder Rohmilchprodukte, aber auch pflanzliche Produkte können während der Gewinnung und Verarbeitung kontaminiert werden.

Auch hinsichtlich krankenhausbedingter (nosokomialer) Erkrankungen spielen Listerien durch Einschleppung über kontaminierte Lebensmittel oder infizierte Personen eine Rolle.

Brucellose

Die Brucellose ist eine durch verschiedene Vertreter der Bakteriengattung Brucella verursachte Infektionskrankheit. Die Übertragung erfolgt durch den Verzehr kontaminierter Lebensmittel oder direkten Kontakt mit infizierten Tieren. Die durch Brucella abortus, B. melitensis und B. suis hervorgerufene Brucellose gehört zu den klassischen Zoonosen.

Brucellen kommen weltweit vor und können häufig im Urogenitalsystem von Hauswiederkäuern (Rinder, Ziegen, Schafe, Kameliden) und Haus- bzw. Wildschweinen festgestellt werden, bei denen sie Entzündungen und Fehlgeburten auslösen.

Die Übertragung kann oral über die Aufnahme kontaminierter Lebensmittel (vor allem Rohmilchprodukte) oder durch direkten Kontakt mit infizierten Tieren (z.B. bei Schlachtung oder Geburtshilfe) erfolgen. Die Übertragung von Mensch zu Mensch erfolgt nur im Ausnahmefall, etwa beim Stillen.

Giardiose

Die Giardiose ist eine weltweit verbreitete Darmerkrankung aufgrund einer Infektion mit einzelligen Darmparasiten, den sogenannten Giardien.

Giardien kommen im Darmtrakt zahlreicher Säugetierarten, aber auch bei Amphibien, Reptilien und Vögeln vor. Beim Menschen ist die Art Giardia intestinalis (syn. duodenalis, lamblia) weit verbreitet und kommt auch bei diversen Haustieren (Rind, Schaf, Hund, Katze) häufig vor. Infizierte Menschen und Tiere scheiden über den Kot in großen Mengen infektiöse Zysten aus. Durch Fäkaldüngung, Fliegen und mangelnder Hygiene können Trinkwasser und Lebensmittel mit Zysten kontaminiert werden. Die Übertragung erfolgt dann oral oder durch Schmierinfektion. Zysten bleiben in feuchten Böden bis zu sieben Wochen infektiös und können in kühlem Wasser (4°C) lebensfähig bleiben. Die Präpatenz dauert 6 – 15 Tage, die Inkubationszeit wird mit 7 – 21 Tagen angegeben.

Chlamydiose

Eine Chlamydiose ist eine durch intrazelluläre Bakterien, sogenannte Chlamydien, hervorgerufene Infektionskrankheit. Als Zoonoseerreger spielen vor allem Chlamydia psittaci und im geringeren Maße C. abortus und C. felis eine Rolle.

Chlamydia psittaci ist der Erreger der Psittakose/Ornithose. Trotz unterschiedlicher Bezeichnung handelt es sich um dieselbe Krankheit: der Begriff „Psittakose“ bezieht sich auf von Papageien auf den Menschen übertragene Chlamydien-Infektionen, wohingegen unter „Ornithose“ generell eine von Vögeln übertragene Chlamydien-Infektion zu verstehen ist.

Vögel sind die natürlichen Wirte für C. psittaci. Die Übertragung erfolgt durch direkten Kontakt mit infizierten Vögeln und ihren Ausscheidungen und durch Einatmen kontaminierten Staubs. Besonders gefährdet sind Menschen, die engen Kontakt mit Vögeln haben.

C. abortus spielt vor allem bei Hauswiederkäuern als Auslöser von Fehlgeburten eine Rolle. Durch engen Kontakt mit infizierten Tieren kann es zur Übertragung des Erregers auf den Menschen kommen.

C. felis wird durch Katzen (Schmierinfektion) übertragen.

Q – Fieber

Q-Fieber ist eine durch das Bakterium Coxiella burnetti verursachte Infektionskrankheit. Sie kommt überwiegend bei Schafen und Ziegen vor und wird über die Luft (aerogen) auf den Menschen übertragen.

Hauptreservoir des Erregers sind vor allem Hauswiederkäuer (Rind, Schaf, Ziege), des Weiteren auch Haushund/-katze und Wildtiere (Hirsche, Füchse, Wildvögel). Coxiellen wurden auch in Arthropoden (Insekten, Zecken und andere Spinnentiere) nachgewiesen, wobei deren Rolle bei der Übertragung umstritten ist.

Coxiella burnetti bildet Dauerformen aus, die es dem Erreger erlauben, jahrelang außerhalb der Wirte in der Umgebung zu überleben und infektiös zu bleiben.

C. burnetti wird über Urin, Kot und Milch sowie während Tiergeburten über Fruchtwasser und Plazenta infizierter Tiere ausgeschieden. Die Übertragung auf den Menschen erfolgt über die Inhalation der Dauerformen (z.B. durch erregerhaltigen Staub) oder direkten Kontakt mit infizierten Tieren, den Konsum infizierter Lebensmittel (Rohmilchprodukte) und (selten) durch direkte Übertragung von Mensch zu Mensch (unter anderem in der Schwangerschaft von der Mutter auf den Fötus).

Quelle: www.zoonosen.net

Toxoplasmose

Die Toxoplasmose ist eine durch den Einzeller Toxoplasma gondii verursachte Infektionskrankheit. Sie wird in der Regel von (Haus-)Katzen auf den Menschen übertragen.

Der Vermehrungszyklus von Toxoplasma gondii unterteilt sich in eine asexuelle und eine sexuelle Vermehrungsphase. Die sexuelle Vermehrungsphase findet im Endwirt (=Katzen) nach Aufnahme von infiziertem Fleisch statt; es entstehen sogenannte Oozyten, die mit dem Katzenkot ausgeschieden und nach einer gewissen Reifung infektiös werden. Die Oozyten sind relativ resistent gegenüber verschiedenen Umwelteinflüssen.

Die asexuelle Vermehrungsphase findet in einem Zwischenwirt (z.B. Maus, Schwein, aber auch Mensch) statt. Nach oraler Aufnahme der Oozyten entwickeln sich in den Darmzellen des Zwischenwirtes die sogenannten Tachyzoiten, die nach Aufbrechen der Wirtszelle weitere Zellen des Zwischenwirtes befallen. Reagiert dessen Immunsystem darauf, verwandeln sich die Tachyzoiten in zystäre Ruheformen, die sogenannten Bradyzoiten. Diese nisten sich in Augennetzhaut, Gehirn und Muskulatur des Zwischenwirtes ein, überdauern hier über Jahre und sorgen für eine latente Infektion. Sie können jederzeit – etwa durch Schwächung des Immunsystems des Zwischenwirtes – ins aktive Stadium zurückkehren und sich vermehren. Nimmt eine Katze das Fleisch eines mit Bradyzoiten infizierten Zwischenwirtes (z.B. Maus oder Schweinefleisch) auf, so beginnt in der Katze die sexuelle Vermehrungsphase und damit der Zyklus von neuem.

Menschen können sich mit T. gondii entweder durch Aufnahme von rohem, mit Bradyzoiten infiziertem Fleisch oder mit Oozyten kontaminierter Nahrung/Erde infizieren.

Tuberkulose

Die Tuberkulose ist eine chronisch verlaufende Infektionskrankheit, die von mehreren Arten der Bakteriengattung Mycobacterium hervorgerufen wird. Sie gehört weltweit zu den häufigsten Infektionskrankheiten des Menschen und kann wechselseitig zwischen Mensch und Tier übertragen werden. Der häufigste Erreger der menschlichen Tuberkulose ist Mycobacterium tuberculosis; wichtigster Erreger der zoonotischen Tuberkulose ist Mycobacterium bovis.

Tuberkulose tritt global bei einer Vielzahl wildlebender und domestizierter Tierarten auf. Etwa ein Drittel der Menschheit ist mit Tuberkuloseerregern infiziert.

Erregerreservoire von M.tuberculosis sind infizierte Menschen; bei M.bovis sind vor allem infizierte Rinder die Ansteckungsquelle für Menschen. Menschen können sich durch Tröpfcheninfektion, Einatmen von infiziertem Staub, Schmier-/Schmutzinfektionen, Geschlechtsverkehr, kontaminierte medizinische Instrumente sowie Verzehr unzureichend erhitzter infizierter Milch/Milchprodukte und Fleisch mit Tuberkulose infizieren. Die meisten Ansteckungen erfolgen von Mensch zu Mensch; die Übertragung durch infizierte Tiere spielt eine geringere Rolle.

Eigene Erfahrungen

Ich will niemals mehr im Leben auf Tiere verzichten. Klar habe ich auch schon das ein oder andere Problem deswegen gehabt, aber kein Grund der Welt würde da meine Einstellung ändern.  
Ich hatte schon eine ganz böse Lymphbahnentzündung und den ein oder anderen Abszess nach Katzenkratzern. Sowas passiert beim Spielen solange die Kleinen noch keine Erziehung hatten eben einfach mal. Ich nehme so etwas dann einfach in kauf, da ich meine Katzen liebe. 
Viel nerviger war es, als ich mich bei meiner Katze mit Erkältungsviren angesteckt hatte. Bis wir erstmal raus hatten woher das kam… ? 
Mir juckt sicherlich auch öfter die Nase, weil ich eigentlich gegen Federn allergisch bin, aber auf unser Vogelhabitat möchte ich auch nicht verzichten.
Es muss einfach wirklich jeder selbst für sich entscheiden.

Es gibt viele Möglichkeiten durch Streualternativen und Rassen mit weniger agressiven Allergenen auch als Allergiker die Tierhaltung nicht abschreiben zu müssen. Wenn man dann noch sauber und hygienisch mit allem umgeht sinkt auch das Infektionsrisiko.  Man kann sein Tier auch auf Zoonosen untersuchen und gegebenenfalls auch behandeln lassen. Und sind wir mal ehrlich: Wie viele andere schädliche Sachen habt ihr um Euch? Tiere tun immerhin der Seele gut und man hat immer eine Aufgabe!

Euer Stephan

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